Wii-Schulter statt Tennisarm
Die Spielkonsole Nintendo Wii ist vermutlich die Erste ihrer Art (sieht man vom Phänomen der Dance Dance Revolution ab), die konsequent auf die sportliche Betätigung der Benutzer setzt. Doch diese sportliche Ausrichtung hat auch ihre Nachteile, wie verschiedene Orthopäden der New York Times bestätigen.
Mit dem Verkaufserfolg der Wii hat sich auch die Zahl der Traumata erhöht, die mit der übermäßigen Benutzung der Konsole zu erklären sind. Wie die Ärzte meinen, verhält es sich bei der Konsole ähnlich wie bei jedem Modesport. Egal ob es um Skateboarding, Snowboarding oder eben um das Spielen mit der Wii-Konsole geht: Kaum wird etwas modern, häufen sich auch die spezifischen, orthopädischen Verletzungen.
Grundsätzlich wird das Wii-Konzept zwar von den Medizinern begrüßt, weil es die Benutzer zu Bewegung und sportlicher Betätigung bringt. Als nachteilig wird aber angesehen, dass die Wii-Spiele oft zu einer Überbeanspruchung von Körperteilen und Gelenken führen, die für diese spezielle Bewegung lange Zeit nicht genügend trainiert wurden, oder noch nie trainiert worden sind.
Grob gesagt unterscheiden die Ärzte zwei Gruppen von Verletzungen. Bei der einen Gruppe geht es meist um Verletzungen (überdrehte Knie, verstauchte Gelenke etc.) weil die Spieler in ihrem Platzangebot beschränkt sind. Bei den anderen Verletzungen handelt es sich dagegen um Überbeanspruchung (“repetitiven Stress”), weil einfach zu lange gespielt wird.
Bron: intern.de
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